Auf dieser Führungsebene geht es um unsere lebenswichtigen sozialen Beziehungsbedürfnisse. Wir Menschen sind hoffnungslose Geschöpfe, die in Einsamkeit und chronischer Isolation zugrunde gehen. Inzwischen wissen wir, durch Sozialforscher und Psychotherapeuten, um welche Beziehungsbedürfnisse es sich konkret handelt.
Die 8 Beziehungsbedürfnisse
Es sind 8 Bedürfnisse, die wenn sie berücksichtigt werden, den Menschen zufrieden, vielleicht sogar glücklich machen. Für die Führungsarbeit heißt das, dass es zum Führungsauftrag gehört, dass wir auf diese 8 Bedürfnisse eingehen. Das Führungsinstrument dazu ist die Kommunikation. In diesem Zusammenhang können wir, ab und zu unseren MitarbeiterInnen zu verstehen geben, dass:
1. sie:
a) ein wichtiges Mitglied unseres Unternehmens und unseres Teams sind
b) sie sich mit ihren Fragen und Problemen an ihre Führungskraft wenden können
c) Wissen welche Perspektiven MitarbeiterInnen in unserem Unternehmen haben, um sich zu entwickeln
Diese drei Themen bieten ein Gefühl der Sicherheit, wenn über diese 3 Punkte Klarheit besteht.
2. sie erwünscht sind und in unserem Unternehmen gern gesehen sind.
Hier geht es um eine wichtige Vergewisserung, dass man mich haben will. Jeder weiß, wie schlimm es ist, wenn man als Person auf Ablehnung stößt.
3. man Wert auf ihr Wissen, ihre Qualifikation und Meinung legt.
Wir Menschen brauchen von anderen dass Feedback, dass unsere Erfahrungen, die wir machen, auch von anderen so bestätigt und mit uns geteilt werden. Nach dem Motto: " Siehst du das auch so?"
4. man sie daran hindert, dass destruktive Verhaltensweisen Platz ergreifen.
Das hat mit der Tatsache zu tun, dass wir Menschen Grenzen brauchen, um uns orientieren zu können. Führungskräfte sind hier aufgerufen, eigene konstruktive Regeln für eine gute Zusammenarbeit und ein ausgezeichnetes Betriebsklima einzuführen und deren Einhaltung einzufordern. In dem Moment, wo die Regeln aufgestellt werden, ist zwar nicht jeder begeistert, dass er etwas z.B. nicht darf, doch wenn man es versäumt derartige heilsame Grenzen zu setzen, dann wissen die Mitarbeiter nicht wirklich, wo sie dran sind und werden im Laufe der Zeit unzufrieden sein: " Bei unserem Chef weiß man nicht wo man dran ist. Was man auch macht, ist falsch!"
5. die Führungskraft wahrnimmt, dass man arbeitet und etwas leistet
Es ist ganz schlimm für einen Mitarbeiter, wenn er das Gefühl hat: "Ich kann arbeiten und manchen was ich will, doch keiner sieht es!" Hier geht es weniger um das Geben von zwanghaftem Lob, sondern um das Signal, dass die Führungskraft es zur Kenntnis nimmt, dass sich jemand engagiert.
In diesem Punkt fordert unser Bedürfnis seinen Tribut nach Einflussnahme ein. Wir wollen mitgestalten, mittun, etwas zu Wege bringen. Das Gefühl der Freude am Schaffen, hängt jedoch unmittelbar an dem Feedback von außen, dass das irgendwen auch interessiert, zusammen.
6. man die Individualität und Einzigartigkeit eines jeden Einzelnen zu schätzen weiß.
Das hat mit unserem dringenden Bedürfnis nach Einmaligkeit zu tun. Wir wollen jemand sein, auf dessen Existenz und Anwesenheit man großen Wert legt: " Ich bin froh, dass du Helmut Müller derjenige bist, der diese Aufgabe erledigt. Denn du hast eine ganz eigene Art die Aufgaben anzupacken, und so wie du das machst, tut es uns besonders gut."
7. die Führungskraft in der Lage ist, den Mitarbeitern Wünsche von den Augen abzulesen.
Dazu gehört der Geburtstag an den man einfach denkt, ohne dass uns das Geburtstagskind daran erinnern muss, dass es Geburtstag hat. Hier her gehören auch die kleinen Aufmerksamkeiten und positiven Überraschungen, die man jemanden zukommen lässt. Sie vermitteln das angenehme Gefühl: " Man denkt an mich." Das ist unser Bedürfnis nach Initiierung, dass jemand den ersten Schritt für uns macht, etwas für uns in die Wege leitet.
8. wir gerne die Ideen und Hilfsangebote unserer MitarbeiterInnen annehmen.
Das ist das Bedürfnis, anderen etwas zu geben. Hier fällt auch das Schenken rein. Wir Menschen möchten gerne, dass unsere Geschenke angenommen werden.
Auf dieser Führungsebene herrscht eine Faustregel, die besagt: " Erfülle alle Bedürfnisse, aber nicht alle Wünsche." Bedürfnisse haben wir nur 8, Wünsche haben wir unzählige. Wenn eine Führungskraft bereit ist, diese 8 Bedürfnisse zu erfüllen, dann herrscht Wertschätzung.
So, jetzt wissen wir, was Wertschätzung heißt: " Wertschätzung ist die Erfüllung dieser 8 Beziehungsbedürfnisse."
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